Diese Webseite verwendet Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf diese Webseite zu analysieren. Außerdem werden Informationen zu Ihrer Verwendung dieser Webseite an Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weitergegeben. Diese Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben.

Datenschutzerklärung und -hinweise
  • Mo–Fr 8:30–17:00
  • +49 841 13 80 69 80
  • +49 841 13 80 69 89
  • info@natugena.de
  • Anmelden

Sonnenhut (Echinacea purpurea)

Datum: 04.03.2019 Autor: Alexander Martens

Es ist das Wesen von Echinacea, uns mit einer Schutzhaut, einem starken Schild zu beschirmen, an dem potenzielle Konfliktauslöser (Infektionen, Stresssituationen) abprallen. Die Sonnenhut-Arten (Echinacea), auch Scheinsonnenhüte oder Igelköpfe genannt, gehören zur Pflanzengattung der Korbblütler (Asteraceae).

Infektionskrankheiten entstehen überwiegend aus dem Zusammenspiel der drei folgenden Faktoren: Erreger, körperliche Abwehr (Immunsystem, Milieu) und psychische Abwehr. Da Erreger immer vorhanden sind, ohne dass es deshalb zu einer Infektion kommen muss, liegt der Schlüssel bei der körpereigenen Abwehr. Die Bedeutung des Immunsystems und des Milieus wird allgemein verstanden, doch die psychische Beeinflussung des Immunsystems wird meist unterschätzt. Liegt ein innerer Konflikt vor (Überlastungen mit der Arbeit, Familie, Schlafmangel, nasskaltes Wetter), kann dieses einen wesentlichen Einfluss auf unser Abwehrsystem nehmen, und wir sind nicht mehr Herr der Lage. Dabei unterstützt uns die Wesenskraft von Sonnenhut. Echinacea umhüllt uns sozusagen mit einer Schutzhaut, die uns abschirmt und körperliche und psychische Abwehr zusammenhält.

Echinacea ist eine krautige Pflanzengattung, die aus neun Arten besteht. Drei der bekanntesten Arten, Echinacea angustifolia, Echinacea pallida und Echinacea purpurea rückten aufgrund Ihrer positiven Wirkungen immer mehr in den Fokus alternativer pflanzlicher Heilmittel. Echinacea hat eine breite Palette von pharmakologischen Aktivitäten. Neben seiner üblichen Funktion als unterstützende Therapie bei der Behandlung von Erkältungen und Infektionen der oberen Atemwege, bei der die Dauer und/oder die Schwere der Symptome verringert wird, wurden noch vielversprechende weitere Wirkungen gefunden: palliative Wirkungen auf Wundschäden, Entzündungen, Zahnschmerzen, Darmschmerzen, Schlangenbisse, Hautkrankheiten, Krampfanfälle, chronische Arthritis und Tumorwachstum.

In einer Vielzahl von klinischen Studien konnte gezeigt werden, dass Echinacea auf einen Großteil der Immunzellen (T-Lymphozyten, NK-Zellen, Makrophagen, Granulozyten) und deren Phagozytose und die Zytokinproduktion immunmodulierend und entzündungshemmend wirken kann. Die im Sonnenhut enthaltenen Wirkstoffe sollen dem der Cannabinoide ähneln, wobei aber keine psychoaktiven Effekte auftreten. Cannabinoide werden als „Alkylamide“ zusammengefasst und haben augenscheinlich Ähnlichkeit mit den körpereigenen Anandamiden. Diese Anandamide sind Liganden der Endocannabinoid-Rezeptoren, und die Alkylamid-Fraktion aus Echinaceae bindet in vitro an CB2-Rezeptoren, die sich primär auf Immunzellen (T-Lymphozyten) befinden und somit immunmodulatorische Effekte aufweisen.

Literatur