28.10.2026 Anna Teresa Groß, Ernährungsberaterin und Fitnesscoach
Kollagen – ein echtes Multitalent
Kennen Sie das Gefühl – Sie blicken morgens in den Spiegel und denken sich: „Irgendwie sieht meine Haut fahl aus und die Wangen wirken nicht mehr so prall wie früher.“
Das kann unter anderem mit Veränderungen des Kollagennetzwerks und der nachlassenden körpereigenen Kollagenproduktion zusammenhängen. Studienergebnisse weisen darauf hin, dass dieser Prozess bereits im frühen Erwachsenenalter beginnt.¹
Wie stark diese Veränderungen ausfallen, ist individuell und wird unter anderem durch genetische Faktoren und den Lebensstil beeinflusst.
Was ist Kollagen?
Kollagen ist das wichtigste Strukturprotein im Körper und sorgt nicht nur für Elastizität und Spannkraft der Haut, sondern ist auch ein Hauptbestandteil des Bindegewebes und befindet sich auch in Knochen, Knorpeln, Sehnen und Bändern. Aufgebaut sind Kollagenfasern wie in sich gedrehte Seile, die sich wie ein Netz durch die Lederhaut (Dermis) ziehen und so unter anderem für Festigkeit sorgen.
Wie kann ich mich mit Kollagen unterstützen?
Kollagenhaltige Cremes können die Hautoberfläche pflegen und dazu beitragen, dass sich die Haut geschmeidiger und besser durchfeuchtet anfühlt. Das aufgetragene Kollagen ersetzt jedoch nicht das körpereigene Kollagennetzwerk in der Lederhaut. Eine weitere Möglichkeit ist die Einnahme von hydrolysiertem Kollagen in Form von Pulver, Kapseln oder Flüssigpräparaten.
Eine randomisierte, doppelblinde und placebokontrollierte Studie untersuchte 69 Frauen im Alter von 35 bis 55 Jahren. Über einen Zeitraum von acht Wochen erhielten die Teilnehmerinnen täglich 2,5 oder 5 g spezifischer Kollagenpeptide. Im Mittelpunkt der Untersuchung standen dabei verschiedene hautbezogene Parameter, darunter die Hautelastizität.²
Die verschiedenen Kollagentypen
Im menschlichen Körper sind mehr als 20 verschiedene Kollagentypen bekannt. Sie unterscheiden sich in ihrer Struktur und übernehmen je nach Typ unterschiedliche Aufgaben in verschiedenen Geweben.
Zu den wichtigsten Kollagentypen zählen:
- Kollagen Typ I kommt besonders häufig vor und ist unter anderem Bestandteil von Haut, Knochen, Sehnen und Bändern.
- Kollagen Typ II ist vor allem im Knorpelgewebe zu finden und spielt dort eine wichtige strukturelle Rolle.
- Kollagen Typ III kommt unter anderem in der Haut, in Blutgefäßen und verschiedenen Bindegeweben vor.
- Kollagen Typ IV ist Bestandteil von sogenannten Basalmembranen. Diese bilden dünne Schichten, die Gewebe voneinander abgrenzen und ihnen Halt geben.
Was zeichnet Peptan® B – Kollagen aus?
Der Markenrohstoff Peptan® B 2000 LD enthält spezifische, hydrolysierte Kollagenpeptide vom Rind, dessen Hauptbestandteil Typ-I-Kollagen ist.
Es enthält 18 verschiedene Aminosäuren. Besonders reich ist es an Glycin, Prolin und Hydroxyprolin.
Wenn man Peptan® oral einnimmt, gelangt das Kollagen nicht einfach als fertiges Kollagen in die Haut oder in die Gelenke. Es wird während der Verdauung in Aminosäuren und kleinere Peptide zerlegt und aufgenommen. Diese kleineren „Kollagenbruchstücke“ müssen im Gegensatz zu langen und komplexen Kollagenmolekülen nicht erst von Verdauungsenzymen aufgespalten werden.
Peptan® ist eine Marke für hydrolysierte Kollagenpeptide von Rousselot, einem Unternehmen von Darling Ingredients. Rousselot gibt an, dass seine Rohstofflieferanten garantieren müssen, dass die tierischen Rohstoffe aus autorisierten Betrieben stammen, die Tiere für den menschlichen Verzehr verarbeiten, veterinärmedizinisch kontrolliert werden und die geltenden Tierschutzvorschriften einhalten.
Klinische Studie mit Peptan® - Kollagenpeptiden
Eine 2014 veröffentlichte randomisierte, placebokontrollierte Studie untersuchte 94 ältere Frauen und befasste sich mit der Einnahme von Kollagenpeptiden im Zusammenhang mit dem Kniebereich. Über einen Zeitraum von sechs Monaten erhielten die Teilnehmerinnen täglich 8 g des hydrolysierten Kollagenpeptids Peptan® B 2000 oder ein Placebo.
Im Vergleich zur Placebogruppe zeigten sich unter der Einnahme von Peptan® B 2000 günstigere Veränderungen bei den in der Studie erfassten Parametern. Die Untersuchung liefert damit wissenschaftliche Hinweise auf mögliche Effekte einer längerfristigen Einnahme von Kollagenpeptiden.³
Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure – ein Zusammenspiel
Kollagen verleiht dem Gewebe Festigkeit und Stabilität. Man kann sich Kollagen vereinfacht als eine Art tragendes Fasernetz vorstellen. Elastin ergänzt dieses stabile Gerüst. Die elastischen Fasern können sich dehnen und anschließend wieder in ihre ursprüngliche Form zurückkehren. Dadurch verleiht Elastin bestimmten Geweben Flexibilität und Elastizität – beispielsweise der Haut, den Blutgefäßen und der Lunge.
Hyaluronsäure hat die besondere Eigenschaft, dass sie große Mengen Wasser binden kann. Dadurch trägt sie zur Feuchtigkeit und Elastizität von Gewebe bei und spielt beispielsweise in der Haut und in der Gelenkflüssigkeit eine wichtige Rolle.
Vereinfacht gesagt: Kollagen gibt Halt, Elastin gibt Elastizität und Hyaluronsäure bindet Wasser.
Warum ist Vitamin C für die Kollagenbildung wichtig?
Vitamin C spielt eine wichtige Rolle bei der normalen Kollagenbildung. Kollagen ist ein wichtiges Strukturprotein des Körpers und kommt unter anderem in Haut, Knochen, Knorpel, Zähnen, Zahnfleisch und Blutgefäßen vor.
Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut, Knochen, Knorpel, Zähne, des Zahnfleisches und der Blutgefäße bei.
Fazit
Wir können nicht verhindern, dass wir älter werden, Falten und Linien unser Gesicht zeichnen. Lebenslinien geben uns sogar Ausstrahlung, machen uns individuell und zeigen, dass wir vielleicht viel und gerne lachen. Keiner erwartet mit 60 Jahren, dass der Körper noch genauso funktioniert wie mit Anfang 30. Es geht nicht um ein „Anti-Aging“, sondern eher darum sich in jeder Lebensphase wohlzufühlen. Denn wir können unseren Körper unterstützen und dem Alter mehr Energie und Lebensfreude einhauchen. Kollagen spielt dabei eine wichtige Rolle, denn es ist ein wesentlicher Bestandteil von Haut, Knochen, Knorpel, Sehnen und Bindegewebe. Auch Kollagenpeptide können dabei eine sinnvolle Ergänzung sein.
Letztlich geht es nicht darum, jünger zu wirken, als wir sind – sondern darum, unser Alter anzunehmen, unseren Körper wertzuschätzen und gleichzeitig gut für ihn zu sorgen.
Quellen
¹Autio P, Risteli J, Haukipuro K, Risteli L, Oikarinen A. (1994). Collagen synthesis in human skin in vivo: modulation by aging, ultraviolet B irradiation and localization. Photodermatology, Photoimmunology & Photomedicine, 10(5), 212–216. PMID: 7880761.
²Proksch, E., Segger, D., Degwert, J., Schunck, M., Zague, V. & Oesser, S. (2014). Oral supplementation of specific collagen peptides has beneficial effects on human skin physiology: A double-blind, placebo-controlled study. Skin Pharmacology and Physiology, 27(1), 47–55. DOI: 10.1159/000351376.
³Jiang, J.-X., Yu, S., Huang, Q.-R., Zhang, X.-L., Zhang, C.-Q., Zhou, J.-L. & Prawitt, J. (2014). Collagen peptides improve knee osteoarthritis in elderly women: A 6-month randomized, double-blind, placebo-controlled study. Agro Food Industry Hi Tech, 25(2), 19–23.