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Ingwer – die Arzneipflanze des Jahres 2026

Datum: 19.01.2026 Autor: Verena Ewert, M.Sc., Ernährungs- und Mikronährstoffberaterin

Warum diese Wurzel mehr kann als nur scharf sein

Ingwer ist angekommen. Vom Geheimtipp aus Omas Küche zur Arzneipflanze des Jahres 2026 – und das völlig zu Recht. Kaum eine andere Pflanze verbindet Tradition, moderne Ernährung, Wissenschaft und Kulinarik so charmant wie diese knorrige Wurzel mit Charakter. Scharf, aromatisch, vielseitig – Ingwer begeistert weltweit und generationsübergreifend.

Eine traditionsreiche Wurzel zwischen Wissenschaft, Kulinarik und moderner Ernährung

Ingwer (Zingiber officinale) begleitet den Menschen seit Jahrtausenden. Ob in der asiatischen Küche, in traditionellen Ernährungssystemen oder in zeitgemäßen Rezepturen: Die aromatische Wurzel ist international bekannt und geschätzt.

Die Auszeichnung zur Arzneipflanze des Jahres 2026 würdigt dabei nicht ein Heilversprechen, sondern den kulturellen, historischen und wissenschaftlichen Stellenwert von Ingwer sowie das wachsende Interesse an pflanzlichen Inhaltsstoffen im Rahmen einer bewussten Lebensweise.

Eine Wurzel mit Geschichte: Botanische Herkunft und Inhaltsstoffe

Ingwer gehört zur Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Genutzt wird das unterirdische Rhizom, das reich an sekundären Pflanzenstoffen ist. Besonders häufig untersucht werden:

  • Gingerole, unter anderem [6]-Gingerol – prägend für den scharfen Geschmack
  • Shogaole, die bei Trocknung oder Erhitzung entstehen
  • ätherische Öle und weitere bioaktive Pflanzenstoffe

Diese Inhaltsstoffe prägen nicht nur Geschmack und Aroma, sondern sind auch Gegenstand zahlreicher ernährungswissenschaftlicher Untersuchungen. Der Schärfegrad hängt unter anderem von Erntezeitpunkt und Verarbeitung ab.

Geschmacklich wird Ingwer meist als scharf, würzig und leicht zitronig beschrieben – ohne sauer zu sein.

Natürlich enthaltene Mikronährstoffe wie Vitamin C sowie Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen und Kalium werden in der Forschung unter anderem im Zusammenhang mit antioxidativen Eigenschaften und biochemischen Prozessen untersucht - es werden Wechselwirkungen auf zellulärer Ebene betrachtet.

Warum Ingwer selten allein unterwegs ist

Ingwer wird in modernen Rezepturen selten isoliert eingesetzt. Seine Eigenschaften machen ihn zu einem idealen Kombinationspartner für Pflanzenextrakte, Vitamine und Mineralstoffe. Er fügt sich harmonisch in komplexe Formulierungen ein und verleiht ihnen eine angenehm „warme Mitte“.

Hier einige besonders spannende Ingwer-Kombinationen

Besonders beliebt sind Kombinationen mit: Fenchel & Kümmel, Bitterstoffen wie Wermut, Artischocke & Löwenzahn. In (flüssigen) Pflanzenkompositionen finden wir Ingwer auch oft mit Enzianwurzel, Galgant, Curcuma, Zimtrinde.

Bitterstoffe sind wie gute Gespräche: erst ungewohnt, dann unverzichtbar. Ingwer ergänzt sie perfekt – er nimmt die Strenge, ohne den Charakter zu verlieren.
Für alle, die wissen: Bitter ist das neue Süß.

Ingwer & Vitamin C – clever kombiniert - Vitamin C trägt nachweislich:

  • zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei
  • dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen

Ingwer ergänzt solche Kombinationen sensorisch ideal – besonders in fruchtigen Getränkekonzentraten, etwa gemeinsam mit Curcuma oder pflanzlichen Extrakten.

Ingwer & Antioxidantien – Vielfalt statt Monotonie

Auch in antioxidativ ausgerichteten Rezepturen wird Ingwer gern eingesetzt, zum Beispiel in Kombination mit:

  • Grüntee-Extrakt
  • Brokkoli-Extrakt
  • Granatapfel
  • Resveratrol
  • Beta-Carotin

Ingwer sorgt hier für geschmackliche Tiefe und konzeptionelle Balance.

In zeitgemäßen Ernährungskonzepten steht er dabei oft nicht allein, sondern wird im Rahmen ganzheitlicher Rezepturansätze eingesetzt, die pflanzliche Extrakte und Mikronährstoffe miteinander verbinden.

Zink trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems sowie zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei. In Kombination mit pflanzlichen Extrakten wie Ingwer, Holunder, Echinacea oder Ginseng entstehen zeitgemäße Rezepturen, die Tradition und moderne Ernährungskonzepte verbinden. 

Schärfe mit Stil – Ingwer zwischen Küche und Alltag

Viele Menschen integrieren Ingwer ganz selbstverständlich in Speisen oder Getränke – sei es zur geschmacklichen Verfeinerung oder im Zusammenhang mit dem persönlichen Bauchgefühl. In der Ernährungswissenschaft wird Ingwer seit Langem untersucht, da bestimmte pflanzentypische Inhaltsstoffe mit der natürlichen Bewegung des Magen-Darm-Trakts in Verbindung gebracht werden. Die individuelle Wahrnehmung dieser Effekte ist Gegenstand aktueller Forschung. .[1]

Ingwer in der Küche – vielseitig einsetzbar

Je nach Form verändert sich nicht nur der Geschmack, sondern auch das Inhaltsstoffprofil:

  • frisch gerieben in Currys oder Suppen
  • als feine, belebende Note in Smoothies oder Shots
  • getrocknet als Bestandteil von Gewürzmischungen
  • klassisch aufgegossen als Ingwertee

Sein Aroma wird häufig als wärmend, würzig und klärend beschrieben – rein sensorische Eigenschaften, die viele Menschen als angenehm empfinden.

Unser Praxis-Tipp:
Ein frisch aufgebrühter Ingwertee mit Zitrone und Curcuma oder ein Ingwer-Getränk kann für viele eine genussvolle Möglichkeit sein, den Alltag bewusster zu gestalten und Mahlzeiten achtsam zu begleiten.

Fazit: Ingwer 2026 – völlig zurecht im Rampenlicht

Als Arzneipflanze des Jahres 2026 steht Ingwer für genau das, was wir bei NatuGena schätzen:
Tradition mit Verstand. Kombination mit Konzept. Qualität mit Charakter.

Und mal ehrlich: Ein bisschen Schärfe im Leben hat noch niemandem geschadet.


[1] Nikkhah Bodagh M, Maleki I, Hekmatdoost A. Ginger in gastrointestinal disorders: A systematic review of clinical trials. Food Sci Nutr. 2018 Nov 5;7(1):96-108. doi: 10.1002/fsn3.807. PMID: 30680163; PMCID: PMC6341159.

 
 

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