Wenn schon kleine Belastungen zu viel werden
Was ist ME/CFS?
Die Myalgische Enzephalomyelitis / das Chronische Fatigue-Syndrom (ME/CFS) ist eine schwere, komplexe neuroimmunologische Systemerkrankung. Sie betrifft den gesamten Organismus, insbesondere das Immunsystem, das vegetative Nervensystem, die Gefäßregulation und den zellulären Energiestoffwechsel.
Für Außenstehende ist oft schwer greifbar, wie tiefgreifend die Erkrankung den Alltag verändert: Alltägliche Aufgaben wie Duschen, Kochen, ein kurzes Gespräch oder wenige Minuten Gehen können zu einer enormen Herausforderung oder gar Überforderung werden.
Menschen in Deutschland sind aktuellen Schätzungen zufolge von ME/CFS betroffen.
Vor der COVID-19-Pandemie waren etwa 250.000 Menschen in Deutschland betroffen, darunter 40.000 Kinder. Quelle: Deutsche Gesellschaft für ME/CFS
Wie fühlt es sich an, mit ME/CFS zu leben?
Zahlen und medizinische Begriffe erzählen nur einen Teil der Geschichte.
In unserem Interview erzählt Steffi, die selbst von ME/CFS betroffen ist, von ihrem Leben mit der Erkrankung, ihren Erfahrungen und davon, wie sich ihr Alltag verändert hat.
Das Kardinalsymptom: Post-Exertional Malaise (PEM)
Das zentrale Merkmal von ME/CFS ist die Post-Exertional Malaise (PEM). Dabei kann bereits eine geringe körperliche, mentale, emotionale oder sensorische Belastung zu einer deutlichen und oft zeitverzögerten Verschlechterung der Symptome führen.
Was für gesunde Menschen alltäglich ist, kann bei ME/CFS bereits die individuelle Belastungsgrenze überschreiten.
Körperliche Belastung
Zum Beispiel Duschen, Gehen oder alltägliche Aufgaben im Haushalt.
Mentale Belastung
Zum Beispiel konzentriertes Arbeiten oder ein längeres Gespräch.
Emotionale Belastung
Auch emotionale Situationen können die individuelle Belastungsgrenze beeinflussen.
Sensorische Belastung
Zum Beispiel helles Licht, Geräusche oder andere intensive Reize.
ME/CFS aus medizinischer Sicht
Was passiert bei ME/CFS im Körper? Welche Bedeutung haben PEM und Pacing und was weiß die Medizin heute über die Erkrankung?
Darüber sprechen wir mit Dr. med. Monika Dräger.
Die körperlichen Themen im Überblick
Die zugrunde liegenden Mechanismen bei ME/CFS sind vielfältig, multifaktoriell und individuell zu betrachten. Viele Zusammenhänge werden weiterhin wissenschaftlich untersucht.
Energiestoffwechsel
Veränderungen im zellulären Energiestoffwechsel und der Funktion der Mitochondrien werden im Zusammenhang mit ME/CFS untersucht.
Nervensystem
Auch die Regulation des vegetativen Nervensystems kann beeinträchtigt sein. Orthostatische Beschwerden und POTS können als Begleiterkrankungen auftreten.
Immunsystem & Gefäße
Immunologische Prozesse sowie Veränderungen der Gefäßregulation sind Gegenstand der Forschung zu ME/CFS.
Darm & Verträglichkeit
Auch Veränderungen des Mikrobioms sowie Histamin- und Mastzellreaktionen werden im Zusammenhang mit ME/CFS untersucht.
Interessante Pflanzen- und Mikronährstoffe
Im Zusammenhang mit ME/CFS werden verschiedene Pflanzenstoffe, Mikronährstoffe und weitere Substanzen diskutiert. Die individuelle Situation und Verträglichkeit sollten dabei immer berücksichtigt werden.
- Alpha-Liponsäure
- Aminosäuren nach Dr. Moretti
- Ashwagandha
- B-Vitamine
- Coenzym Q10
- L-Theanin
- Magnesiumthreonat
- NADH
- Omega-3-Fettsäuren
- PEA (Palmitoylethanolamid)
- PQQ
- Quercetin
- Ribose
- Uridinmonophosphat
- Vitamin C
- Zink
Weniger ist mehr!
Bei ME/CFS gilt das Grundprinzip: nicht möglichst viel oder möglichst hoch dosiert, sondern individuell und schrittweise vorgehen.
Pacing – Energie bewusst einteilen
Pacing hilft dabei, die individuelle Belastungsgrenze zu berücksichtigen. Aktivitäten werden nicht nach einem starren Plan gesteigert, sondern an die persönliche Belastbarkeit und Tagesform angepasst.
„Start low, go slow“
Neue Impulse, Ernährungsumstellungen oder Präparate sollten individuell und schrittweise eingeführt werden.
Individuelle & therapeutische Begleitung ist sinnvoll
ME/CFS verläuft bei jedem Menschen unterschiedlich. Was einer Person hilft, kann für eine andere bereits zu viel sein.
Eine kompetente ärztliche oder therapeutische Begleitung mit spezifischer Expertise im Bereich ME/CFS ist deshalb wichtig. Sie kann dabei helfen, Beschwerden einzuordnen, Begleiterkrankungen zu berücksichtigen und Maßnahmen individuell an die persönliche Belastbarkeit anzupassen.
Wichtiger Hinweis: Die bereitgestellten Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Diagnostik oder Therapie. Nahrungsergänzungsmittel sind keine Arzneimittel und nicht zur Vorbeugung, Behandlung oder Heilung von ME/CFS bestimmt.
Wenn schon kleine Belastungen zu viel werden
Was ist ME/CFS?
Die Myalgische Enzephalomyelitis / das Chronische Fatigue-Syndrom (ME/CFS) ist eine schwere, komplexe neuroimmunologische Systemerkrankung. Sie betrifft den gesamten Organismus, insbesondere das Immunsystem, das vegetative Nervensystem, die Gefäßregulation und den zellulären Energiestoffwechsel.
Für Außenstehende ist oft schwer greifbar, wie tiefgreifend die Erkrankung den Alltag verändert: Alltägliche Aufgaben wie Duschen, Kochen, ein kurzes Gespräch oder wenige Minuten Gehen können zu einer enormen Herausforderung oder gar Überforderung werden.
Menschen in Deutschland sind aktuellen Schätzungen zufolge von ME/CFS betroffen.
Vor der COVID-19-Pandemie waren etwa 250.000 Menschen in Deutschland betroffen, darunter 40.000 Kinder. Quelle: Deutsche Gesellschaft für ME/CFS
Wie fühlt es sich an, mit ME/CFS zu leben?
Zahlen und medizinische Begriffe erzählen nur einen Teil der Geschichte.
In unserem Interview erzählt Steffi, die selbst von ME/CFS betroffen ist, von ihrem Leben mit der Erkrankung, ihren Erfahrungen und davon, wie sich ihr Alltag verändert hat.
Das Kardinalsymptom: Post-Exertional Malaise (PEM)
Das zentrale Merkmal von ME/CFS ist die Post-Exertional Malaise (PEM). Dabei kann bereits eine geringe körperliche, mentale, emotionale oder sensorische Belastung zu einer deutlichen und oft zeitverzögerten Verschlechterung der Symptome führen.
Was für gesunde Menschen alltäglich ist, kann bei ME/CFS bereits die individuelle Belastungsgrenze überschreiten.
Körperliche Belastung
Zum Beispiel Duschen, Gehen oder alltägliche Aufgaben im Haushalt.
Mentale Belastung
Zum Beispiel konzentriertes Arbeiten oder ein längeres Gespräch.
Emotionale Belastung
Auch emotionale Situationen können die individuelle Belastungsgrenze beeinflussen.
Sensorische Belastung
Zum Beispiel helles Licht, Geräusche oder andere intensive Reize.
ME/CFS aus medizinischer Sicht
Was passiert bei ME/CFS im Körper? Welche Bedeutung haben PEM und Pacing und was weiß die Medizin heute über die Erkrankung?
Darüber sprechen wir mit Dr. med. Monika Dräger.
Die körperlichen Themen im Überblick
Die zugrunde liegenden Mechanismen bei ME/CFS sind vielfältig, multifaktoriell und individuell zu betrachten. Viele Zusammenhänge werden weiterhin wissenschaftlich untersucht.
Energiestoffwechsel
Veränderungen im zellulären Energiestoffwechsel und der Funktion der Mitochondrien werden im Zusammenhang mit ME/CFS untersucht.
Nervensystem
Auch die Regulation des vegetativen Nervensystems kann beeinträchtigt sein. Orthostatische Beschwerden und POTS können als Begleiterkrankungen auftreten.
Immunsystem & Gefäße
Immunologische Prozesse sowie Veränderungen der Gefäßregulation sind Gegenstand der Forschung zu ME/CFS.
Darm & Verträglichkeit
Auch Veränderungen des Mikrobioms sowie Histamin- und Mastzellreaktionen werden im Zusammenhang mit ME/CFS untersucht.
Interessante Pflanzen- und Mikronährstoffe
Im Zusammenhang mit ME/CFS werden verschiedene Pflanzenstoffe, Mikronährstoffe und weitere Substanzen diskutiert. Die individuelle Situation und Verträglichkeit sollten dabei immer berücksichtigt werden.
- Alpha-Liponsäure
- Aminosäuren nach Dr. Moretti
- Ashwagandha
- B-Vitamine
- Coenzym Q10
- L-Theanin
- Magnesiumthreonat
- NADH
- Omega-3-Fettsäuren
- PEA (Palmitoylethanolamid)
- PQQ
- Quercetin
- Ribose
- Uridinmonophosphat
- Vitamin C
- Zink
Weniger ist mehr!
Bei ME/CFS gilt das Grundprinzip: nicht möglichst viel oder möglichst hoch dosiert, sondern individuell und schrittweise vorgehen.
Pacing – Energie bewusst einteilen
Pacing hilft dabei, die individuelle Belastungsgrenze zu berücksichtigen. Aktivitäten werden nicht nach einem starren Plan gesteigert, sondern an die persönliche Belastbarkeit und Tagesform angepasst.
„Start low, go slow“
Neue Impulse, Ernährungsumstellungen oder Präparate sollten individuell und schrittweise eingeführt werden.
Individuelle & therapeutische Begleitung ist sinnvoll
ME/CFS verläuft bei jedem Menschen unterschiedlich. Was einer Person hilft, kann für eine andere bereits zu viel sein.
Eine kompetente ärztliche oder therapeutische Begleitung mit spezifischer Expertise im Bereich ME/CFS ist deshalb wichtig. Sie kann dabei helfen, Beschwerden einzuordnen, Begleiterkrankungen zu berücksichtigen und Maßnahmen individuell an die persönliche Belastbarkeit anzupassen.
Wichtiger Hinweis: Die bereitgestellten Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Diagnostik oder Therapie. Nahrungsergänzungsmittel sind keine Arzneimittel und nicht zur Vorbeugung, Behandlung oder Heilung von ME/CFS bestimmt.